Projekt

Für mich als Rundfunk-Journalist bilden Interviews die Voraussetzung für eine gelungene Reportage oder ein facettenreiches Feature. Mich hat es oft gestört, dass nur ein Bruchteil der intensiv geführten Gespräche für die jeweilige Sendung genutzt werden konnte. Ich dachte: Welch eine Verschwendung!

 

Nachgefragt – Das hier vorgestellte Interviewprojekt will Abhilfe schaffen. Thematisch geführte Interviews aus vier Jahrzehnten sollen in loser Folge zugänglich gemacht werden. Die Gesprächspartner sind Politiker und Stadt-planer, viele Architekten, Künstler, Schriftsteller und und und… Allesamt Personen, die das öffentliche Leben in den letzten Jahrzehnten mitgeprägt haben. Die Interviews sind ein Stück Zeitgeschichte, aber sie weisen auch oft darüber hinaus, sie sind überraschend aktuell, frisch und unverbraucht. Etwa wenn 2001 die Kulturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen psychologische Grundlagen für Ausländerhass offenlegt oder der Architekturhistoriker Jonas Geist sich Anfang der Jahrtausendwende vehement für die Bundesgewerk-schaftsschule in Bernau einsetzt, jenes fast vergessene Bauhaus-Gebäude, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Ich hoffe auf Ihr Interesse. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Themen und der Gesprächspartner überraschen. Viel Spaß beim Lesen, Ihr Adolf Stock.

Vita

​1951 in Bad Wildungen geboren. Adolf Stock lebt in Berlin.

1967 – 1969 Lehre im Bäckerhandwerk

1974 – 1981 Studium an der Freien Universität Berlin (Germanistik, Politologie und Religionswissenschaften) 

1981 – 1992 pädagogischer Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung, Lehraufträge (gemeinsam mit Prof. Gert-Joachim Glaessner) am Fachbereich Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin

Seit 1992 arbeitet Adolf Stock als freier Journalist

 

Preise

1985 Arbeitsstipendium des Senators für Kulturelle Angelegenheiten Berlin

1994 Deutscher Preis für Denkmalschutz (Journalistenpreis vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz)

 

Ausstellungen

2003 gestaltet Adolf Stock die Ausstellung "Walter Borchard. Architekt des DeutschlandRadio-Funkhauses".

(Als Dauerausstellung in den Räumen des DeutschlandRadios Berlin am

Hans-Rosenthal-Platz)